Pamela Anderson hat bei der amfAR Gala Venezia über eine Hepatitis-C-Diagnose gesprochen, die sie in den späten 1990er-Jahren erhielt. Die Veranstaltung fand am Sonntag in Venedig statt und sammelte Mittel für medizinische Forschung. Über Andersons Auftritt berichtete Page Six unter Berufung auf Variety.
„Es war ein Todesurteil“, sagte die 59-Jährige dem Bericht zufolge vor dem Publikum. Ihr Arzt habe ihr damals erklärt, sie habe wahrscheinlich noch ungefähr zehn Jahre zu leben. Zu dieser Zeit gab es nach den vorliegenden Angaben noch keine Heilung für das Virus.
Anderson sagte, die Diagnose könne ihre späteren Entscheidungen „gefärbt und korrumpiert“ haben. Als besonders belastend beschrieb sie nicht die Angst vor dem eigenen Tod, sondern die Sorge um ihre damals jungen Kinder. Brandon Thomas ist heute 30 Jahre alt, Dylan Jagger 28. Beide stammen aus ihrer Ehe mit Tommy Lee.
Anderson hatte bereits früher erzählt, dass sie sich mit Hepatitis C angesteckt habe, als sie und Lee sich eine Tätowiernadel teilten. Das Paar war von 1995 bis 1998 verheiratet. Ihre Diagnose machte Anderson erstmals 2002 öffentlich.
Die medizinische Lage veränderte sich später: Medikamente zur Heilung von Hepatitis C wurden 2011 zugelassen. Anderson war nach eigenen Angaben beziehungsweise den Angaben im Bericht 2015 frei von der Krankheit. Gegenüber People hatte sie im selben Jahr erklärt, vor ihrer Heilung keine Symptome gehabt und ihr Leben normal weitergeführt zu haben.
Für die Behandlung musste Anderson nach ihren Worten ihr gesamtes Bankguthaben einsetzen. Auch nach dem Ende der Erkrankung sei die emotionale Belastung nicht einfach verschwunden. Sie beschrieb Scham und Schuld als einen unbewussten Weg, der sie weiterhin begleite und heimsuche.
In diesem Zusammenhang sprach Anderson auch über sexuellen Missbrauch, den sie als Kind erlebt habe. Die Erfahrung habe sich für sie ähnlich angefühlt, als sei das Urteil „beschädigte Ware“ in ihre Stirn gemeißelt worden. Sie sagte, sie habe sich entsprechend präsentiert. Diese Aussage ist Teil ihrer persönlichen Rückschau und keine medizinische Einordnung.
Gleichzeitig lehnt Anderson es ab, sich selbst ausschließlich als Opfer zu sehen. „Ich bin eine Siegerin“, sagte sie laut dem Bericht. Sie bezeichnete sich als stark und fähig und erklärte, sie sei keine hilflose Frau, auch wenn diese Rolle leicht einzunehmen sein könne.
Bei der Veranstaltung wurde Anderson mit dem Award of Courage ausgezeichnet. Die amfAR-Gala steht im Zeichen der Arbeit der gemeinnützigen Organisation, deren Mission auf die Beendigung von AIDS ausgerichtet ist. Rhonda meint: Bei solchen Rückblicken braucht es keine große Inszenierung. Die Fakten tragen das Gewicht bereits selbst.
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Pamela Anderson spricht über Hepatitis-C-Diagnose: „Es war ein Todesurteil“
Bei der amfAR Gala Venezia schilderte Pamela Anderson, wie sehr eine Hepatitis-C-Diagnose in den späten 1990er-Jahren ihr Leben und ihre Entscheidungen geprägt habe. Die Schauspielerin sagte, ihr Arzt habe ihr damals noch etwa zehn Jahre zu leben gegeben.
