Amanda Hirsch hat sich nach heftiger Kritik für eine Werbung entschuldigt, in der sie den Prozess gegen Lindsay Clancy mit einer Partnerschaft für die Wettplattform Polymarket verbunden hatte. Die Moderatorin des Podcasts „Not Skinny But Not Fat“ veröffentlichte ihre Stellungnahme am Sonntag auf Instagram, nachdem Nutzerinnen und Nutzer den Zusammenhang kritisiert hatten.
„Das Posten über den Lindsay-Clancy-Prozess im selben Atemzug wie eine Markenpartnerschaft war völlig unsensibel, falsch und untypisch für mich“, schrieb Hirsch. Sie hätte es besser wissen müssen und sei erschüttert darüber, dass sie die Unangemessenheit in diesem Moment nicht erkannt habe.
Clancy wird vorgeworfen, ihre drei jungen Kinder stranguliert und anschließend versucht zu haben, sich das Leben zu nehmen. Dabei sprang sie aus einem Fenster und ist seitdem gelähmt. Der Prozess endete am Freitag mit einem Mistrial, also ohne abschließende Entscheidung der Geschworenen.
Hirsch erklärte, sie habe das Verfahren sehr aufmerksam verfolgt. Als Mutter von zwei Söhnen habe es sie besonders stark getroffen. Sie sei von der Tragödie emotional vereinnahmt worden und habe dadurch den nötigen Abstand verloren, bevor sie den Werbebeitrag veröffentlichte.
In dem inzwischen gelöschten Polymarket-Post hatte Hirsch geschrieben: „Auf Polymarket wurde vorhergesagt, dass das Urteil auf nicht schuldig lauten würde. Seid ihr überrascht?“ Dazu setzte sie den Hinweis, dass es sich um eine Polymarket-Partnerschaft handele. Die Plattform ermöglicht Wetten auf reale Ereignisse, unter anderem in den Bereichen Sport, Auszeichnungen und Politik.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Nutzerinnen und Nutzer kritisierten Hirsch unter anderem in Kommentaren zu einem TikTok-Beitrag, in dem sie zuvor über die Wirkung des Prozesses auf sie als Mutter gesprochen hatte. Hirsch hatte in diesem Video außerdem mehr Unterstützung und Wertschätzung für Mütter gefordert. Ein Kommentar verband diese Aussage sarkastisch mit dem Werbesatz „Aber bis dahin: kräftig wetten, Kinder!“
Hirsch schrieb in ihrer Entschuldigung, sie fühle sich wegen ihrer Entscheidung „so verdammt schlecht“. Das Löschen des Beitrags mache den Fehler nicht ungeschehen. Sie sei über die eigene Entscheidung entsetzt und hoffe, dass dieser Fehltritt nicht als Ausdruck ihrer Persönlichkeit verstanden werde.
Der Fall selbst war während des Verfahrens stark von der Frage geprägt, ob Clancy für die Tat strafrechtlich verantwortlich gemacht werden könne. Ihr Anwalt Kevin Reddington argumentierte, die frühere Krankenschwester aus der Geburtshilfe habe an einer schweren postpartalen Psychose gelitten. Nach seiner Darstellung habe sie eine Stimme halluziniert, die ihr befohlen habe, die Kinder und sich selbst zu töten. Diese Angaben stammen aus der Argumentation der Verteidigung und sind nicht als gerichtliche Feststellung wiederzugeben.
Eine Entschuldigung kann Kritik einordnen, aber sie ersetzt nicht die notwendige Sensibilität im Umgang mit einem Verfahren dieser Tragweite. Genau das räumte Hirsch selbst ein: Sie bat um Verzeihung, erklärte jedoch zugleich, dass die Löschung des Beitrags die ursprüngliche Entscheidung nicht aus der Welt schaffe. Rhonda sagt dazu nüchtern: Bei einer solchen Tragödie ist ein Werbekontext keine Nebensache, sondern der entscheidende Fehler.
✨ Stars & Gerüchte
Amanda Hirsch entschuldigt sich für Wettwerbung im Zusammenhang mit Lindsay-Clancy-Prozess
Die Podcasterin Amanda Hirsch bezeichnete eine Polymarket-Werbung zum Lindsay-Clancy-Prozess als „völlig unsensibel“ und „grob unangemessen“. Nach öffentlicher Kritik löschte sie den Beitrag und veröffentlichte eine ausführliche Entschuldigung.
